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Dokumentation der Fachtagung vom 02. September 2008

Wechselwirkungen in der Stadt –
große Investitionsprojekte verbinden Quartiere, Neue Qualitäten mit Genderperspektive

Dokumentation der Impulstagung - Unternehmen im Wandel: Den kleinen Unterschied nutzen

Moderation durch Miriam M. Beul


Petra Kersting
Petra Kersting,
ZFBT,
Castrop-Rauxel
Eröffnung

Begrüßung und Eröffnung der Tagung, Petra Kersting, Zentrum Frau in Beruf und Technik „Wir begleiten seit 2003 sehr intensiv zwei strukturpolitisch geförderte Großprojekte in Nordrhein-Westfalen, Zollverein in Essen und PHOENIX in Dortmund. Für uns hat Priorität, dass sich diese Standorte als attraktive Arbeitsplätze sowohl für Männer als auch für Frauen entwickeln. Die heutige Tagung soll insgesamt Hinweise darauf geben, welche Perspektiven die Genderentwicklung hat.“

Begrüßungsrede, Download als PDF-Datei, 15 KB


Vorträge

Gisela Humpert
Gisela Humpert,
ZFBT,
Castrop-Rauxel
"Handlungsfelder aus der Genderbegleitung großer Projekte“

„Gender Mainstreaming ist ein strategischer Prozess und kein fertiges Produkt, das einem Projekt einfach hinzugefügt werden kann. Die Genderbegleitung beinhaltet einen Auftrag: Den Nutzen jeder Planungsmaßnahme für den Alltagsgebrauch von Frauen und Männern vorauszudenken und zu überprüfen, ob sie dafür tauglich ist. “

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Prof. Christiane Thalgott
Prof. Christiane
Thalgott,

Stadtbaurätin i. R.
Dynamik im urbanen Milieu durch Investitionsprojekte?

Investoren wollen verlässliche Standortqualitäten in der Nachbarschaft. Die öffentliche Hand soll dafür sorgen – dass die Infrastruktur rundherum stimmt: Keine bösen Nachbarn, keine Sexshops, Fischläden oder Beerdigungsinstitute. Das sind nämlich die Dinge, die stören. Ist Dynamik, dass Kinder, Alte und Arme wegbleiben sollen? Ich denke, es geht darum, auch den Investoren klar zu machen, dass sie nur als Teil des städtischen Lebens reüssieren können. Sie müssen sich darauf einlassen, dass sie ein Teil der Stadt sind.

Vortrag, Download als PDF-Datei, 50 KB
Präsentation, Download als PDF-Datei, 3.74 MB

 
Ludger Wilde
Ludger Wilde,
Stadtplanungsamt
Dortmund
"Fallbeispiel „PHOENIX – Qualitäten für Leben und Arbeiten in der Stadt“

„Bei PHOENIX West geht es schwerpunktmäßig um Wirtschaft, aber auch um Freizeit und Kultur. Wir wollen nicht alte Fehler wiederholen: mit Nichtzulassung von weitergehenden Infrastruktureinrichtungen, Geschäfte, Grünflächen, Aufenthaltsmöglichkeiten, Cafés, Imbiss und ähnliches. Ziel hier auf PHOENIX West ist es, dies von vorne herein zuzulassen. Rund um den See haben wir den Schwerpunkt auf Wohnen gelegt. Weitere deutliche Schwerpunkte sind Landschaft, Ökologie, Freizeit und Erholung. Im Übergangsbereich zum Zentrum Hörde soll zudem ein attraktiver Bürostandort entwickelt werden.“

Vortrag, Download als PDF-Datei, 27 KB
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Diskussionsrunde:
„PHOENIX – Qualitäten für Leben und Arbeiten in der Stadt“

Diskussionsrunde, Download als PDF-Datei, 36 KB


Dirk Ruß, Leiter des Projektbüros „GenerationZukunft“ in Dortmund-Hörde

"15 bis 20 Jahre braucht es, um so eine Fläche zu entwickeln. In diesem Zeitraum verändert sich nicht nur der Standort, sondern auch die Nachfrage. Es entstehen neue Bedarfe, neue Dienstleistungen, neue Produkte. Gerade im Hinblick auf die kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Stadtraum bestehen große Chancen von dieser Entwicklung letztendlich zu profitieren.“

Susanne Kunze, Assistentin der Geschäftsführung der PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft

"Die PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft versucht, das Hörder Zentrum zwischen PHOENIX West und Ost einzubinden. Wir möchten auch die Leute ansprechen, die zukünftig dort wohnen und arbeiten. Sie sollen dort einen Arbeitsplatz finden und die entsprechende Infrastruktur. Es soll einen Übergang von der Hörder City geben zum PHOENIX See; durch Einzelhandel, durch Freizeitaktivitäten.“

Ludger Wilde, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes Dortmund

Ludger Wilde"Grundsätzlich finden wir immer eine Fläche, wenn ein Unternehmer zu uns kommt und einen ganz bestimmten Wunsch mit einem ganz bestimmten Produktionsbereich hat. Wir haben für PHOENIX eine ganz bestimmte Zielvorstellung und möchten an diesem Standort Ansiedlungen in den Schwerpunkten Mikrostrukturtechnik, Informationstechnologie, aber auch Büroverwaltungsdienstleistungen ermöglichen.“

Karin Henze, Inhaberin eines Steuerberatungsbüros auf PHOENIX West

"Ich bin aus zwei Gründen nach PHOENIX gekommen: Zum einen kannte ich den Hausbesitzer und wusste, dass die Zusammenarbeit funktionieren wird. Zum zweiten erhoffte ich mir von dem neuen Standort ein bisschen Persönlichkeit. Ich wollte, dass mein Steuerberatungsbüro an einem innovativen Standort ist.“

Johannes Hessel, Vorstandsmitglied der gwsWohnen Dortmund-Süd

„Dortmund ist keine Stadt, sondern eine Sammlung von Dörfern und man bleibt in seinem Dorf. Die Bewegung innerhalb der Stadt beschränkt sich darauf, ins Eigenheim oder ins Altersheim zu ziehen. Ansonsten bleibt man da, wo man wohnt. Zuzüge sind in der Regel berufsbedingt. Das betrifft junge Leute, die in der Berufsausbildung sind, Studenten oder auch hier Beschäftigte. Daher erwarten wir natürlich von den PHOENIX-Gebieten einen erheblichen Anspruch und eine Nachfrage an Wohnungssuchenden, die dann diese aktiven Quartiere nutzen.

Besondere Aspekte:
„Stadtentwicklung – Kreativ- und Hochkultur“

Jochen Gerz
Jochen Gerz,
Gerz Studio,
Irland
"Ich wollte drei Straßen für ein Jahr haben. Ich wollte absolut nichts verändern. Ich wollte mit einer kleinen Gruppe Menschen, mit einer kleinen Projektgruppe, in diesen drei Straßen arbeiten. Die neuen Mieter ziehen ein für nix, die alten Mieter zahlen ihre Wohnung. Die neuen Mieter gehen in eine Wohnung, die frisch saniert ist und die alten sitzen da mit den alten Kacheln. Es gab natürlich eine Diskussion über diese Ungerechtigkeit. Aber ich habe gesagt: Ich brauche diese Ungerechtigkeit.

Vortrag, Download als PDF-Datei, 31 KB


Werkstattgespräch Praxis
„Mit hohem Anspruch in der Projektwirklichkeit“

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Konrad Hachmeyer, Projektbüro PHOENIX

„Dortmund hat von den 60er Jahren bis Anfang der 90er Jahre 80.000 Arbeitsplätze in den traditionellen Bereichen verloren. Wir wollen nicht einfach irgendwie weitermachen. Wir wollen nicht aus den brach fallenden Flächen einfache Gewerbegrundstücke für Logistiker oder sonst etwas machen, sondern wir wollen hier auch ein Stückchen Paradigmenwechsel sichtbar machen. Der See ist natürlich ein Highlight.“

Roland Weiss, Stiftung Zollverein

"Zollverein war sowohl zu Betriebszeiten als auch danach immer etwas Besonderes, ein Unikat. Insofern haben sich alle immer sehr schwer getan, damit umzugehen. Das gilt für die Politik, das gilt für das Umfeld, das gilt für die Denkmalpflege, das gilt für die Stadtplaner, denn den Fall hatte noch keiner: Eine Anlage dieser Größe, dieser Komplexität und diese Mischung aus einerseits Erhalten aber doch neu Bespielen, eine neue Nutzung geben als Prinzip des Erhalts.“

Anne-Luise Müller, Stadtplanungsamt Köln

Anne-Luise Müller"Köln hat einen sehr schwierigen Transformationsprozess vom Industrie- zum Medienstandort durchgemacht. Die Stadt hat damals die sehr intelligente Lösung gewählt, den Mediapark wirklich zu einem Medienstandort zu entwickeln, öffentliche und private Sender sind dorthin gekommen. Heute ist der Mediapark nicht mehr der Medienstandort, denn die Medien sind in die günstigeren und hipperen Gegenden gezogen. Das ist dann die Weiterentwicklung.“

Forum „Schlussfolgerung jenseits großer Projekte“

Forumsdokumentation, Download als PDF-Datei, 54 KB


 

Impressionen


Veranstalter / Förderung
Veranstaltet vom Zentrum Frau in Beruf und Technik, Castrop-Rauxel. Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen.


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