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Dokumentation der Fachtagung vom 18. Februar 2010

Das Quartier mit Genderblick:
Anders sehen, anders planen?
Impulse aus der Sozialen Stadt und für die Soziale Stadt

Dokumentation der Fachtagung vom 18. Februar 2010

Moderation durch Angela Wegener


Johannes Beisenherz
Johannes Beisenherz, Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel
Eröffnung

„Die große Resonanz ist Ausdruck für die Bedeutung dieser Fachtagung, in der herausgearbeitet und an Beispielen gezeigt werden soll, wie geschlechtssensible Planung im Rahmen des Programms Soziale Stadt Ansatzpunkte für eine verbesserte Gleichstellung der Frauen und Männer liefert.“

Begrüßungsrede, Download als PDF-Datei, 18 KB


Petra Kersting
Petra Kersting,
ZFBT, Castrop-Rauxel
Begrüßung

„Unser Ziel ist es, das Thema Gleichstellung wirklich in den Mainstream der „Sozialen Stadt“ zu bringen. Hier sind die Voraussetzungen hervorragend, denn im Stadtteil zeigen sich die Interdependenzen zwischen Städteplanung und Sozialraum, das Zusammenspiel zwischen den Menschen besonders klar. Gender lässt sich hier sehr gut verdeutlichen – Planung von, mit und für Männer und Frauen: Ansprüche von Männern und Frauen an ihre unmittelbare Umgebung, an eine Stadt der kurzen Wege, beispielsweise an Mobilität und Sicherheit sowie an geschlechtssensible nicht-investive (=soziale) Angebote für z.B. für Kinder und Jugendliche etc. vor Ort.“

Begrüßungsrede, Download als PDF-Datei, 14 KB


Vorträge

Dr. Gesa Witthöft
Dr. Gesa Witthöft,
TU Wien
Anregungen zum Spannungsfeld Geschlecht – Stadtplanung – Sozialraum

„Weil wir wissen, dass die Gesellschaft asymmetrisch hierarchisiert ist (…) und weil wir wissen, dass einer dieser Hierarchisierungsprozesse sich entlang der Geschlechtlichkeit von Personen konstituiert, konstruiert und manifestiert, wird sinnvoller Weise mit dem Programm Soziale Stadt die emanzipatorische Zielsetzung verfolgt, im Rahmen der Projekte die Gleichstellung von ‚Frauen’ und ‚Männern’ zu befördern. Dieser politische emanzipatorische Ansatz ist grundlegend in dem lokalen Sozialraumansatz und der Strategie der Förderung von sozialen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken verankert.“

Vortrag, Download als PDF-Datei, 2.8 MB

 
Dr. Stephanie Bock
Dr. Stephanie Bock,
Difu, Berlin
Gender auf dem Weg in den Mainstream der Stadtentwicklung: Erfahrungen aus Berlin

„Es gibt schon seit Anfang der 80er Jahre intensive Auseinandersetzungen mit feministischen Planungsansätzen, aber man kann sehr deutlich wahrnehmen, dass es mit dem Begriff der Gender Mainstreaming in der Planung einen Schub gab, weil auch zuständige Fachverwaltungen und Ministerien diesen Begriff aufgenommen haben und ihn in unterschiedliche Forschungsvorhaben hineingegeben haben und seitdem eine gewisse Professionalisierung stattgefunden hat. Besonderen Stellenwert nimmt dabei die Verankerung des Abwägungsbelanges der Chancengleichheit in Paragraph 1 des Baugesetzbuches ein. Auch da gibt es sehr unterschiedliche Einschätzungen in der Praxis. Viel interessanter ist m.E. die Aufnahme von Gender Mainstreaming in die Bund-Länder-Vereinbarung der Städtebauförderung. Und vielen ist nicht bekannt, dass dieser Passus so auch für die Soziale Stadt gilt. Und so auch für den Stadtumbau gilt.“

Vortrag, Download als PDF-Datei, 60 KB
Präsentation, Download als PDF-Datei, 2.4 MB

 
Dr. Sven Fries
Dr. Sven Fries,
Büro Stadtberatung Ostfildern
Gender im Blickwinkel der Sozialen Stadt: Erfahrungen aus Speyer

„Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass dieser Aspekt (gemeint: Gender Mainstreaming) berücksichtigt wird. Wo muss man ihn vor allen Dingen berücksichtigen? In dem Beteiligungsmanagement, gerade in vorbereitenden Untersuchungen oder in der Umsetzung von verschiedenen Projekten, …in Ziel- und Indikatorenkatalogen?“

Vortrag, Download als PDF-Datei, 55 KB
Präsentation, Download als PDF-Datei, 9.6 MB

 
Uwe Ihlau
Uwe Ihlau,
FUMA, Essen
Einladung zum Gender Parcours: „mischen is possible“

Uwe Ihlau, FUMA Fachstelle Gender NRW, Essen

Ein Parcours zur Rollenvielfalt von Mädchen und Jungen

Präsentation, Download als PDF-Datei, 1,78 MB
Präsentation, Update 2.0, Download als PDF-Datei, 661 KB

 
Juliane Krause
Juliane Krause,
plan&rat, Braunschweig
Stadtteilspaziergänge als Methode zur Beteiligung von genderrelevanten Gruppen: Beispiele aus Freiburg und Braunschweig

„Ich möchte Ihnen vermitteln, dass dieses Element Stadtteil-spaziergänge eine sehr gute Methode ist, um die so genannten genderrelevanten Gruppen zu beteiligen….Dieses Element Stadtteilspaziergänge ist eine Methode in einem gesamten Beteiligungsprozess, und meine Aufgabe war es immer, den Beteiligungsprozess zu strukturieren, zu organisieren und auch durchzuführen und ein Element dabei waren immer die Stadtteilspaziergänge.“

Vortrag, Download als PDF-Datei, 34 KB
Präsentation, Download als PDF-Datei, 2.6 MB

 

Edeltraud Klabuhn, Duisburg-Bruckhausen
Edeltraud Klabuhn,
Duisburg-Bruckhausen

Anke Petermann
Anke Petermann,
Duisburg-Bruckhausen

Kooperation im Stadtteil – Arbeitskreis Frauen „Runder Tisch Bruckhausen“

„Diese Weiterführung des Handlungskonzeptes ist gemeinsam mit dem Runden Tisch, mit allen Arbeitsgruppen des Runden Tisches entstanden, und es finden sich alle Menschen in dem Handlungskonzept wieder. Man kann sich nicht hinsetzen und sagen, die Menschen brauchen A, B, C, D, sondern es geht darum, mit den Gruppen zu gucken, was gebraucht wird.“

Vortrag, Download als PDF-Datei, 22 KB

 

Erden Ankay-Nachtwein
Erden Ankay-Nachtwein,
Remscheid

Marion Heßler
Marion Heßler,
Remscheid

Initiative vor Ort – das Bildungscafé: ein Ort für Migrantinnen und weit mehr, Remscheid Rosenhügel

„Das Bildungscafé ist jetzt mittlerweile die erste Anlaufstelle geworden und von da aus hat sich ein ganzes Migrantinnenprojekt entwickelt und das ist meiner Meinung nach das Erfolgsrezept: die Nähe zur Institution und die persönlichen Kontakte, die man schon hat, aber auch die ganz kurzen Wege.“

Vortrag, Download als PDF-Datei, 20 KB


Podiumsdiskussion:
„Schlaglichter auf die kommunale Praxis“
 

Moderation:
Angela Wegener, Radio Wuppertal


(v.l. Erden Ankay-Nachtwein, Marion Heßler, Angela Wegner, Edeltraud Klabuhn, Anke Petermann, Juliane Krause)

Edeltraud Klabuhn, Soziale Stadt Duisburg-Bruckhausen, Duisburg

„Bruckhausen wird immer ein Durchlauferhitzer bleiben, selbst wenn wir den Stadtteil noch mal aufwerten. Gleichzeitig integriert der Stadtteil aber ganz viele Menschen, die sich dort wohlfühlen, dort, wo keiner mit dem Finger auf sie zeigt, die Nachbarschaften haben, die unwahrscheinlich eng sozial zusammenarbeiten (…) seit 1988 wird ehrenamtlich gearbeitet, nur muss dieses Ehrenamt vernetzt werden. Das kann nicht noch von den Ehrenamtlern geleistet werden.“

Diskussionsrunde, Download als PDF-Datei, 36 KB


Impressionen


Veranstalter / Förderung
Veranstaltet vom Zentrum Frau in Beruf und Technik, Castrop-Rauxel. Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen.


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