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Themendossier
Kooperation stärken und Wiedereinstiegsangebote verbessern

Durch gute Zusammenarbeit und den Aufbau transparenter verbindlicher Kooperationsstrukturen entsteht ein „wiedereinsteigerinnenfreundliches“ Klima. Die Akteurinnen und Akteure belegen, wie vielfältig die miteinander zu vernetzenden Handlungsfelder sind, damit der Wiedereinstieg erfolgreich gelingen kann: Arbeitsmarktpolitische Akteure kümmern sich mit um die Verbesserung der Kinderbetreuung, Familienzentren fragen nach den beruflichen Zielen der Eltern und organisieren Beratungs- und Qualifizierungsangebote in ihren Einrichtungen.

Die Netzwerke W setzen ihre Bemühungen fort, die Zusammenarbeit in den Kommunen zu stärken oder bauen neue regionale Netzwerke auf. Sie organisieren den gezielten Austausch der verschiedenen Einrichtungen vor Ort und deren Kooperation und tragen dazu bei, dass die Angebote zum Wiedereinstieg mit ihren Inhalten und Methoden optimiert und besser aufeinander abgestimmt werden.

Besondere Herausforderungen entstehen, wenn neue Fördermöglichkeiten wie die Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE) oder das Unterstützungsangebot „Perspektive Wiedereinstieg (PWE) eingeführt werden. Die lokalen Netzwerke W tragen zur Transparenz und Information unter den Multiplikator/innen bei. Im Fokus steht auch hier, interessierten Wiedereinsteigerinnen die Perspektive auf einen qualifizierten Wiedereinstieg zu eröffnen..

Option Hochschule für den beruflichen Wiedereinstieg – Netzwerke W öffnen Türen für neue Kooperationen

Option HochschuleVor dem Hintergrund des demografischen Wandels und wachsenden Fachkräftebedarfs gewinnen Ansätze zum qualifizierten Wiedereinstieg an Bedeutung. Hochschulen können dabei wichtige Kooperationspartner sein, um insbesondere denjenigen Berufsrückkehrerinnen, die bereits über eine gute Ausbildung verfügen oder fachlich (hoch-)qualifiziert sind, Wiedereinstiegswege durch ein Studium oder Aufbaustudium zu eröffnen. Die Netzwerke W der Kreise Kleve und Wesel haben sich mit dem noch wenig beachteten Thema „Wiedereinstieg und Studium“ beschäftigt und leisten hier Pionierarbeit. Als Kooperationspartner konnten sie die Hochschule Rhein-Waal (mit den Campus- und Netzwerk W-Standorten Kleve und Kamp-Lintfort) und seit 2012 auch die Hochschule Niederrhein (mit den Campus- und Netzwerk W-Standorten Mönchengladbach und Krefeld) gewinnen. Ein Online-Special informiert zu den Netzwerk W-Projekten und ihren Erfahrungen. Ein neuer Leitfaden gibt BeraterInnen und MultiplikatorInnen Basisinformationen zum Wiedereinstieg durch Studium an die Hand.


Wie Familienzentren Kooperationen professionell gestalten - Interview und Film

Hilde Mußinghoff, Koordinatorin des Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis, hat gemeinsam mit Netzwerk W-Partnern und Familienzentren das Handbuch „Kooperationen professionell gestalten“ entwickelt. Im Interview beschreibt sie, wie Kooperationen funktionieren können und welche Ziele und Arbeitsweise das Netzwerk W im Rhein-Erft-Kreis verfolgt.

Ein Projektfilm informiert zum lnnovationsprojekt „Neue Wege NRW – Beruflicher (Wieder-) Einstieg mit System“. Es bündelt Angebote von Arbeitsagenturen, Jobcentern, Jugendhilfe und anderen Akteuren vor Ort und stellt sie über die Familienzentren bereit. Netzwerk W-Partner sind an der Umsetzung in den sechs Modellstandorten beteiligt. Projektträger sind das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen und das Institut für Innovation & Bildung (innovaBest), Netzwerk W-Koordinator im Rhein-Erft-Kreis. Ein interaktives Transferhandbuch zeigt u.a. Beispiele aus den Modellregionen, dokumentiert neu entwickelte Veranstaltungs- und Fortbildungskonzepte und stellt erprobte Materialien bereit.


Produktionsnetzwerke und Dienstleistungsketten – Neue Ansätze nachhaltiger Unterstützungsstrukturen für Alleinerziehende

Die Broschüre stellt Ergebnisse und Ansätze des Modellprojektes „Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Alleinerziehende“ vor, das an 12 Pilotstandorten gefördert und unter Leitung von Prof. Claus Reis vom Institut für Stadt- und Regionalentwicklung der FH Frankfurt wissenschaftlich begleitet wurde. Skizziert werden Ansätze, wie die Lebens- und Arbeitssituation von Alleinerziehenden durch abgestimmte und vernetzte Unterstützungsangebote vor Ort verbessert werden kann. Grundlegende Anforderungen an Netzwerkarbeit werden diskutiert und konkrete Ergebnisse und Instrumente vorgestellt,

Linktipps

Betreuungsangebote an nordrhein-westfälischen Hochschulen finden: Das Netzwerk Frauenforschung NRW informiert auf einer Website über Kinderbetreuungsmöglichkeiten an den Standorten der nordrhein-westfälischen Hochschulen. Es gibt eine Übersicht über die vorhandenen Einrichtungen mit Kurzbeschreibungen, Konditionen und Adressen sowie Informationen über politische Positionen, rechtliche Rahmenbedingungen und einschlägige Publikationen. Außerdem können Informationen über Selbsthilfeinitiativen und über die Träger der Einrichtungen abgerufen werden.

Weiterbildung und Fernstudium für Eltern: In manchen Berufsfeldern genügen bereits mehrere Monate Elternzeit, um über aktuelle Entwicklungen nicht mehr auf dem Laufenden zu sein. Weiterbildungsangebote im Rahmen des Fernstudiums können so eine optimale Lösung sein. Sie qualifizieren weiterhin für den Job oder bieten die Möglichkeit, den Einstieg in einen ganz neuen Beruf vorzubereiten.