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Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg

Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg – erfolgreiche Berufsrückkehr und existenzsichernde Erwerbstätigkeit von Müttern stärken – Landesinitiative Netzwerk W startet Aufruf zur Förderrunde 2017

Im Rahmen der Emanzipationspolitik des MGEPA ist die Unterstützung des nachhaltigen und qualifizierten beruflichen Wiedereinstiegs und die Stärkung einer möglichst existenzsichernden Erwerbstätigkeit von Müttern nach wie vor ein zentrales Handlungsfeld. Dies betrifft klassische Berufsrückkehrerinnen ebenso wie bereits erwerbstätige Mütter (insbesondere Alleinerziehende) ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder in beruflichen Umbruch- und Neuorientierungsphasen. Berücksichtigt werden auch die Herausforderungen für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund sowie Fragen zur Vereinbarkeit Beruf und Familie / Pflege für Frauen und Männer. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) setzt die Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) im Jahr 2017 fort.

NRW-Nachfolgestudie zu Beschäftigten im Minijob und Mindestlohn – Geringfügige Beschäftigung bleibt Frauensache

NRW-Nachfolgestudie zu Beschäftigten im Minijob und Mindestlohn – Geringfügige Beschäftigung bleibt Frauensache

Menschen, die im Minijob beschäftigt sind, erhalten deutlich häufiger als zuvor den Mindestlohn. Aber nach wie werden ihnen ihre Rechte als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer vorenthalten. Das zeigt eine Nachfolgestudie im Auftrag des NRW-Arbeitsministeriums. Die Studie bestätigt einmal mehr, dass Minijobs vorwiegend von Frauen und speziell von Frauen in Paarhaushalten ausgeübt werden, deren Partner fast immer in Vollzeit arbeiten. Im Minijob beschäftigte Frauen geben als zentralen Gründe Hinzuverdienstmöglichkeiten sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Erstaunlich auch dies: Die Mehrheit der im Minijob Beschäftigten (60 Prozent) ist mit der Anzahl der gearbeiteten Stunden zufrieden. Hierbei hat sich der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die keine Veränderung wünschen von 56 Prozent in 2012 auf 60 Prozent in 2016 erhöht. Das durchschnittliche Monatseinkommen lag 2016 bei 322 Euro (2015 – 268 Euro).

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Frauen leisten täglich 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer: Mit der Erziehung von Kindern, mit der Pflege von Angehörigen, mit Ehrenämtern und Hausarbeit. Das geht aus dem Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht vor, den Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Prof. Eva Kocher vorstellte. Für die unbezahlte Sorgearbeit, die Frauen in Deutschland täglich leisten, hat die Sachverständigenkommission eine neue Kennzahl entwickelt: den Gender Care Gap, der derzeit bei 52,4 Prozent liegt. Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist laut Gutachten der Sachverständigen noch nicht erreicht. So wenden Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer. Frauen erzielen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Die Sachverständigenkommission bewertet diese "Lohn- und Sorge-Lücke" als Zeichen ungleicher Verwirklichungschancen von Frauen und Männern.

Armutsrisiko und Erwerbschancen von Alleinerziehenden

Armutsrisiko und Erwerbschancen von Alleinerziehenden – G.I.B.-Lohnhallengespräch und Netzwerk W-Aktivitäten

Ein Lohnhallengespräch der G.I.B. beschäftigte sich mit Armutsrisiko und Erwerbschancen von Alleinerziehenden, die häufiger und länger auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen sind als Familien in Paarhaushalten. Nach dem Auslaufen großer bundespolitischer Programme war es das Ziel der Veranstaltung, arbeitsmarktpolitische Ansätze für die Zielgruppe in NRW aufzuzeigen und Strategien zur Verbesserung der häufig prekären Lebens- und Erwerbssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern zu diskutieren. Mit dabei waren auch Netzwerke W-Partnerinnen, die im Rahmen der Landesinitiative entwickelte Aktivitäten vorstellten. Das Netzwerk W Herne präsentierte – druckfrisch – den Herner Kompass für Alleinerziehende, der ebenso wie der Bochumer Wegweiser aktualisiert wurde und für Interessierte unter Fachbeiträge zum Herunterladen bereitsteht.

Netzwerk W unterstützt die erfolgreiche Berufsrückkehr – Überblick über Ergebnisse und Produkte

Netzwerk W unterstützt die erfolgreiche Berufsrückkehr – Überblick über Ergebnisse, Produkte, Videos

Die Landesinitiative Netzwerk W dokumentiert Ergebnisse und Produkte der Förderaktivitäten. Die Veröffentlichungen im Förderjahr 2016 werden in der Rubrik Fachbeiträge fortlaufend dokumentiert. Neben einer Reihe von Neuauflagen von Wiedereinstiegslotsen und Broschüren zum Wiedereinstiegsmanagement (u.a. Leverkusen, Kreis Mettmann) gibt es eine Dokumentation des Netzwerk W Steinfurt zum Thema „Lebensform Alleinerziehend“. Über Trennung, Scheidung und Wiedereinstieg informiert eine Broschüre des Netzwerk W Borken, mit mehrsprachigem Glossar. Die Netzwerke W Bonn/Rhein-Sieg haben ein Begleitheft für geflüchtete Frauen und unterstützende Akteurinnen und Akteure entwickelt, um Aktivitäten und Kontakte zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration einfach und verständlich zu dokumentieren. Ein neues Video informiert zum Wiedereinstieg im Kreis Höxter und bewirbt das regionale Wiedereinstiegsportal, das um eine Datenbank zu Angeboten der Kinderbetreuung erweitert wurde. Das Netzwerk W Hamm führt eine Kampagne mit Buswerbung durch.

Jobroadshow zum Wiedereinstieg

Jobroadshow zum Wiedereinstieg – Netzwerke W erproben neues Format, um Berufsrückkehrende als Fachkräfte zu gewinnen

Mit dem innovativen Format einer Jobroadshow sind zwei Netzwerke W auf Tour gegangen, um Berufsrückkehrende anzusprechen und zum Wiedereinstieg zu ermutigen. Nach dem Auftakt durch das Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis führte das Netzwerk W Kreis Borken ebenfalls eine Jobroadshow mit mehreren Stationen durch. Die Tour im Rahmen der Regionale 2016 ist nun in einem Videofilm dokumentiert und zeigt Stationen und Erfahrungen. Eingestellt ist das Video im Youtube-Kanal von Netzwerk W. Die Netzwerk W-Partnerinnen Sonja Schaten und Hilde Mußinghoff berichten über Wirkung und Erfahrungen. Bei allem Aufwand, so sind sie überzeugt, lohnt es, neue Wege in der Ansprache von Berufsrückkehrenden zu gehen.

Frauen am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen: Häufig in Teilzeit, aber weniger betroffen von der Digitalisierung als Männer

Frauen am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen: Häufig in Teilzeit, aber weniger betroffen von der Digitalisierung als Männer

Mit dem Titel "Frauen am Arbeitsmarkt in NRW" hat die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit eine Broschüre zum Weltfrauentag veröffentlicht. Danach profitieren Frauen in NRW stärker vom Beschäftigungsaufbau als Männer. Die Zahl sozialversicherungspflichtig weiblicher Beschäftigter stieg um 2,2 Prozent, männlicher um 1,7 Prozent. Einige "typisch weibliche" Berufe sind vom Wandel der Berufswelt besonders betroffen. Fast die Hälfte der Frauen arbeitet in Teilzeit. Notwendiger Handlungsbedarf in NRW besteht vor allem bei arbeitslosen Frauen. Über die Hälfte aller Arbeitslosen in NRW, die Tätigkeiten für An- und Ungelernte anstreben, sind Frauen. Hier besteht großer Qualifizierungsbedarf, sollen die Frauen eine nachhaltige Perspektive auf Eingliederung in den Arbeitsmarkt erhalten.