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Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge

Netzwerk W-Pilotstudie: Weibliche Flüchtlinge: Warum sie zum Motor im Integrationsprozess werden können - Voraussetzungen, Einstellungen und Ambitionen geflüchteter Frauen

Im Rahmen der Landesinitiative Netzwerk W(iedereinstieg) ist eine umfassende qualitative Untersuchung zur Lebenssituation von weiblichen Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive durchgeführt worden. Die Pilotstudie des Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis gibt zugleich eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die am Integrationsprozess beteiligten Akteure. Die Ergebnisse überraschen und zeigen: Die Orientierung auf Bildung und Berufstätigkeit ist hoch und für fast alle Befragten, darunter die Hälfte Mütter, selbstverständlich. So wollen 94 Prozent der Frauen arbeiten und sie verstehen Berufstätigkeit als Voraussetzung für wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Untersuchung basiert auf insgesamt 40 leitfadengestützte Interviews mit Frauen, die aufgrund des Herkunftslandes hohe Bleibeperspektive haben.
Im Dossier „geflüchtete Frauen“ informiert die Landeskoordination fortlaufend zu aktuellen Netzwerk W-Aktivitäten. Veröffentlichungen und Handreichungen, Tipps und Servicelinks zum Thema stehen hier für Interessierte und Fachberaterinnen und -Berater zur Verfügung.

Perspektiven für einen qualifizierten Wiedereinstieg

Qualifizierter Wiedereinstieg in den Beruf und existenzsichernde Erwerbstätigkeit von Müttern – Landesinitiative Netzwerk W 2017

Die Landesinitiative Netzwerk W geht in diesem Jahr in die zehnte Runde und fördert wieder Aktivitäten zum qualifizierten beruflichen Wiedereinstieg. Unterstützt werden insbesondere Aktivitäten und Maßnahmen, die sich auf die Schwerpunkte Transparenz, Kooperation und zielgruppenorientierte Angebote, darunter vor allem für Alleinerziehende und geflüchtete Frauen mit guter Bleibeperspektive, konzentrieren. Produkte und Ergebnisse stehen für den landesweiten Transfer bereit und werden auf dieser Website dokumentiert.
Für das zweite Halbjahr 2017 sind eine Reihe von regionalen Infotagen für Berufsrückkehrende und Fachveranstaltungen für Netzwerk W-Partner und Akteure geplant. Fortgesetzt wird insbesondere die Workshopreihe „Handwerkszeug für Berater*innen und Gruppenleiter*innen. Termine und Anmeldemöglichen finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungstipps“.

Interaktiver Gleichstellungsatlas

Interaktiver Gleichstellungsatlas. Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland online erkunden

Die digitale Version des 3. Gleichstellungsatlas steht jetzt online zur Verfügung. Basierend auf Daten der Statistischen Landesämter und des Statistischen Bundesamtes bietet der digitale Gleichstellungsatlas einen umfassenden Überblick über die regionalen Fortschritte bei der Umsetzung gleichstellungspolitischer Ziele und Rahmenbedingungen. Schwerpunktthemen sind: Partizipation, Bildung, Ausbildung, Berufswahl, Arbeit und Einkommen sowie Lebenswelt. So zeigt die Online-Anwendung anhand von Karten und Diagrammen, wie hoch etwa der Anteil von Frauen an Führungspositionen ist oder informiert zu den Erwerbstätigenquoten von Müttern und Vätern.

Telefonaktionstage der Arbeitsagenturen

Weitersagen. Telefonaktionstage der Arbeitsagenturen – Beratung rund um den beruflichen Wiedereinstieg – Termine in Nordrhein-Westfalen

Die Arbeitsagenturen in Nordrhein-Westfalen veranstalten in diesem Jahr verschiedene Telefonaktionstage zu Fragen rund um den beruflichen Wiedereinstieg. Überblick zu den nächsten Terminen:

Agentur für Arbeit Telefon-Nr.  Datum Dauer 
Bochum 0234 3052586
0234 3052463
20.09.2017 08 – 12 Uhr
kommunales Jobcenter Hamm 02381 176560 07.11.2017 09 – 15 Uhr
Wesel
Jobcenter Wesel
0281 9620552
0281 9620287
19.10.2017 09 – 12 Uhr
Youtube-Videos informieren über erfolgreichen Wiedereinstieg und gute Kinderbetreuung

Youtube-Videos informieren über erfolgreichen Wiedereinstieg und gute Kinderbetreuung

Im Rahmen von Netzwerk W sind einige Informationsvideos zum beruflichen Wiedereinstieg entstanden und auf Youtube eingestellt. Neu hinzugekommen ist ein Video aus dem Bergischen Städtedreieck über Beispiele guter Kinderbetreuung in der Region, um den Wiedereinstieg von Familienfrauen zu unterstützen. Im Kreis Höxter informiert ebenfalls ein Video zum Wiedereinstieg und bewirbt das regionale Wiedereinstiegsportal. Das Besondere: Es bietet eine sehr übersichtliche Datenbank zu Angeboten der Kinderbetreuung in der Region.

Gender Care Gap - Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht vorgestellt

Frauen leisten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vollständig veröffentlicht

Der Zweite Gleichstellungsbericht ist jetzt vollständig veröffentlicht. Er besteht aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung. Die Sachverständigenkommission empfiehlt in ihrem Gutachten, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit in der Familie und für die Gesellschaft gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden kann. Sie hat dazu eine neue Kennzahl entwickelt. Den Gender Care Gap, der bei 52,4 Prozent liegt. Frauen wenden danach deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer. Zudem erzielen Frauen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Veröffentlicht ist nun ebenfalls die Stellungnahme der Bundesregierung. Wichtige Schritte für mehr Gleichstellung sind danach insbesondere die Aufwertung sozialer Berufe und mehr Zeitsouveränität für Familien.

Arme Mütter. Wenn Frauen Mütter werden, wirkt sich das nachteilig auf die Vermögensbildung aus. Bei Vätern ist das nicht der Fall. Studie der Uni Köln

Arme Mütter. Wenn Frauen Mütter werden, wirkt sich das nachteilig auf die Vermögensbildung aus. Bei Vätern ist das nicht der Fall. Studie der Uni Köln

Kinder bereichern das Leben ihrer Eltern in vielerlei Hinsicht. Finanziell sind sie aber das Gegenteil einer Bereicherung – zumindest aus Sicht der Mütter: Frauen, die Kinder bekommen, müssen laut einer Studie der Soziologen Philipp Lersch, Marita Jacob und Karsten Hank von der Universität Köln mit Einbußen beim Vermögensaufbau rechnen. Um herauszufinden, wie es in der Realität um die Vermögensverhältnisse von Müttern bestellt ist, haben die Sozialwissenschaftler Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) aus den Jahren 2002, 2007 und 2012 analysiert. Das Fazit: Das traditionelle Rollenmodell mag zwar theoretisch die Effizienz und das Vermögen auf Haushaltsebene erhöhen, aber die Frauen schneiden offenkundig schlecht ab, wenn es darum geht, die Früchte der Arbeitsteilung zu verteilen.