Kleiner Quellen-Wegweiser:

Gender Mainstreaming in den EU Strukturfonds­programmen im Kontext des Ziel 2-Programm NRW 2000-2006

Zentrum Frau in Beruf und Technik
Verfasserin: Bettina Vaupel
Stand: Juni 2006

Dieser Wegweiser erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Er soll interessierten Menschen einen ersten Einstieg ermöglichen, in dem er oder sie zu den wichtigsten Portalen und Veröffentlichungen, die für die beschäftigungsorientierte Strukturpolitik relevant sind, hingeführt wird.

Vorbemerkung: GeM in der Bundesrepublik Deutschland

Eine Einführung in das Konzept und mehr findet sich im Portal der Bundesregierung:

www.gender-mainstreaming.net

Das Genderkompetenzzentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin unterstützt die Bundesregierung bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming und ist unter

www.genderkompetenz.info

zu finden.

 

GeM in den europäischen Strukturfondsprogrammen 2000-2006

Das nordrhein-westfälische Ziel 2-Programm als ein Instrument der beschäftigungsorientierten Strukturpolitik greift zum weit überwiegenden Teil auf Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (kurz: EFRE) und zu einem kleineren Teil auf Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (kurz: ESF) zurück.

Bei der Generaldirektion Beschäftigung und Soziales der Europäischen Kommission liegt sowohl die Federführung für die Europäische Beschäftigungsstrategie, den Europäischen Sozialfonds und für die Gleichstellung der Geschlechter. Entsprechend umfassend stellt sich das dort gepflegte Portal zur Gleichstellung der Geschlechter dar, das über die Strukturfondsprogramme hinaus wertvolle Informationen sowie aktuelle Ausschreibungen bietet:

http://ec.europa.eu/comm/employment_social/
gender_equality/index_de.html

Die Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, die unter anderem für den EFRE zuständig ist, unterhält ein eigenes gut strukturiertes Portal zur Regionalpolitik, das dem Thema Gender Mainstreaming nur punktuell Aufmerksamkeit schenkt, dessen Besuch aber den Blick für die Schwerpunkte der regionalpolitischen Aktivitäten schärft:

http://ec.europa.eu/comm/regional_policy/index_de.htm

Alle Strukturfondsprogramme der EU sind – wie alle Konzepte und Maßnahmen der Gemeinschaft - dem Prinzip des Gender Mainstreaming verpflichtet.

Von Seiten der Kommission wurden zur Umsetzung zwei grundlegende Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt. Im Jahr 1998 erschien der erste allgemeine Leitfaden:

EU-KOM (1998): Leitfaden zur Bewertung geschlechtsspezifischer Auswirkungen, Brüssel.
http://ec.europa.eu/employment_social/
equ_opp/documents_de.html

Und im Jahr 2000 folgte für die Strukturfondsprogramme das Technische Themenpapier 3

EU-KOM (2000): Einbeziehung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in die Strukturfondsmaßnahmen (Der neue Programmplanungszeitraum 2000-2006: technische Themenpapiere, Technisches Papier 3), Brüssel.
http://ec.europa.eu/comm/regional_policy/
sources/docoffic/working/doc/mainst_de.pdf

Im Jahr 2002 folgte eine erste informative Dokumentation zur Umsetzung in den Programmen der Mitgliedstaaten:

EU-KOM (2002): Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Gemeinschaften und den Ausschuss der Regionen: Implementierung des Gender-Mainstreaming in den Strukturfonds-Programmplanungsdokumenten 2000-2006, Brüssel.
http://ec.europa.eu/employment_social/
equ_opp/documents_de.html

In Nordrhein-Westfalen fand in Vorbereitung auf die Programmphase 2000-2006 ein transnationaler Workshop statt:

Braithwaite, Mary (1999): Einbeziehung der Chancengleichheit in die Strukturfondsmaßnahmen: Wie Regionen in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich das neue Konzept in die Praxis umsetzen. Abschlußbericht der Umfrage zur derzeitigen Praxis und Erkenntnisse des Seminars in Gelsenkirchen, 21.-22. Januar 1999, Bericht für die Europäische Kommission, GD XVI (Regionalpolitik und Kohäsion), Brüssel.
http://ec.europa.eu/comm/regional_policy/
sources/docgener/studies/pdf/equal/equal_de.pdf

GeM im Ziel 2-Programm NRW 2000-2006

Die Halbzeitbewertung des Programms bietet auf den Seiten 74-79 und 244-266 eine gute Einführung in die Art und Weise, wie und mit welchen Ergebnissen das Querschnittsziel Chancengleichheit umgesetzt wurde:

IAT/ÖIR/EPRC (2003): Halbzeitbewertung des Ziel 2-Programms 2000-2006 des Landes Nordrhein-Westfalen – Abschlussbericht –, November 2003, Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen/Wien/Strathclyde.
http://www.ziel2-nrw.de/docs/website/de/ergebnisse/
evaluierungsberichte/abschlussbericht_halbzeitbewertung.pdf

Im Rahmen der Halbzeitbewertung wurde ein Benchmarking-Report zur Umsetzung der Querschnittsziele in Nordrhein-Westfalen, Ostschottland und Westschottland in Auftrag gegeben:

Downes R./Trenkler-Fraser, R./Taylor, S. (2003): Mainstreaming the Horizontal Themes in the Objective 2 programmes of Nordrhein Westfalen, East and West Scotland: Comparative Report, Report to the Scottish Executive and the Ministry for Economy, SMEs, Technology and Transport (now (2003 (!) A.d.V.) the Ministry of Economy and Labour) of the Land Nordrhein Westfalen (NRW), Ekos and European Policies Research Centre, Glasgow.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das ZFBT.

Im Jahr 2004 erschien eine Sammlung mit Best-Practice-Beispielen aus den laufenden Ziel 2- und Ziel 3-Programmen:

Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW (Hg.): Gender Mainstreaming in Ziel 2- und Ziel 3-Projekten.
Bearbeitet von Karin Linde, G.I.B. Bottrop und Bettina Vaupel, ZFBT Castrop-Rauxel, 12/2004.
Die Broschüre kann beim ZFBT angefordert werden.

Empfehlenswerte Portale mit weiteren Literaturdatenbanken und Projektdatenbanken

Das Land Österreich rief GEM ins Leben, eine Koordinationsstelle für Gender Mainstreaming im ESF. Die Webseite fungiert als einschlägiges Portal mit unter anderem Veranstaltungshinweisen, Leitfäden und einer gut gefüllten Literaturdatenbank. Die methodische Herangehensweise und das gemeinsame Dach der Strukturfonds erleichtert den Transfer hin zu strukturpolitischen Programmen und Projekten:

www.gem.or.at

Die Webseite des gender-institut sachsen-anhalt (kurz: g-i-s-a) bietet unter anderem eine Projektdatenbank, die Kurzinformationen und Links zu GeM-Projekten aus unterschiedlichsten Fachrichtungen bietet

www.g-i-s-a.de

Zum Weiterlesen

Grundlegende Arbeit zu Gender Mainstreaming in der Regionalpolitik

AUFHAUSER, E. u.a. (2003): Grundlagen für eine gleichstellungsorientierte Regionalentwicklung. Endbericht. Studie im Auftrag des Österreichischen Bundeskanzleramts, Abteilung IV/4, Wien.
http://www.austria.gv.at/2004/4/15/aufhauser_bericht.pdf

Gender Mainstreaming und Evaluierung

Marc Jelitto hat sich die Mühe gemacht, eine erste Literatursammlung zum Thema zusammenstellen. Er reagierte damit auf eine Anfrage im einem Forum „Evaluation“. Der folgende Link führt zu dieser Literatursammlung, Stand: 12. Oktober 2005:

http://marcjelitto.de/gender/literatur.htm

Rückfragen an: Bettina Vaupel, vaupel@zfbt.de oder +49 (2305)92150-13.

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