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Mentoring in Verwaltungen und Betrieben

„Mit Frauen an die Spitze!“

Ein Mentoring Programm für weibliche Beschäftigte in den Kommunen der Emscher-Lippe-Region sowie der Kreisverwaltung Recklinghausen. Das Programm wird in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten der beteiligten Verwaltungen und dem Studieninstitut Emscher-Lippe seit 2003 durchgeführt. Der siebte Jahrgang startet am 8.11.2018. Informationen zu den Programmzielen, den Flyer mit den aktuellen Veranstaltungsterminen sowie Bewerbungsbögen für Mentees und Mentor/innen finden Sie unter den folgenden Links:
- Flyer zu den Projektzielen (PDF)
- Infoblatt zum Mentoringprogramm (PDF)
- Bewerbungsbogen für Mentorinnen (doc)
- Bewerbungsbogen für Mentees (doc)

Rückblick

„Mit Frauen an die Spitze“
Erfolgreicher Abschluss des 6. Mentoringjahrgangs

Mit einem klaren „Weiter so!“ zum Mentoringprogramm „Mit Frauen an die Spitze!“ für den weiblichen Führungsnachwuchs aus den Kommunalverwaltungen der Städte in der Emscher-Lippe-Region ging am 10. November 2016 die Abschlussveranstaltung im Zentrum Frau in Beruf und Technik in Castrop-Rauxel erfolgreich zu Ende. In kreativ gestalteten Darbietungen stellten die Mentees ihr erworbenes Wissen anschaulich und sehr unterhaltsam vor. Anschließend begeisterte Eva Thiel (Clamotta-Improtheater/Training/Unternehmenstheater) mit ihrem Vortrag „Führungskraft und Charisma: gewusst wie!“ und brachte Mentees und Mentorinnen gleichermaßen in Bewegung. Den offiziellen Abschluss bildete die Überreichung der Zertifikate durch Bernd Bak, Studieninstitut Emscher-Lippe.

Ein Jahr lang wurden die Mentees durch ihre Mentorinnen und Mentoren begleitet, beraten und unterstützt. Neben der Abschlussveranstaltungen fanden über das Jahr zwei ganztägige Workshops unter Beteiligung von verschiedenen Referent/innen statt. Der Startschuss fiel im November 2015.

Ein Mentoringbeirat, bestehend aus Gleichstellungsbeauftragten, Personalentwicklerinnen und Fachkräften des ZFBT begleitet regelmäßig die Durchführung und den sogenannten „Matching-Prozess“. Ziel ist, dass jede Mentee den passenden Mentor oder die passende Mentorin zugeteilt bekommt. Dabei erfolgt das sogenannte „Matching“ organisationsübergreifend.

Seit dem 6. Durchgang sind erstmals auch männliche Führungskräfte als Mentoren am Programm beteiligt. Das Mentoringprogramm „Mit Frauen an die Spitze“ ist fester Bestandteil der Personalentwicklung in den Kommunen.

Beim Start des sechsten Jahrgangs

Beim Start des sechsten Jahrgangs

Statements

Anke Nitsche, langjährige Mentorin, Abteilungsleiterin bei den Kommunalen Servicebetrieben (KSR) Recklinghausen   „Eine gelungene Win-Win-Situation, bei der Mentee und Mentorin voneinander profitieren. Es macht zudem auch noch Freude, sich mit den kleinen oder auch größeren Herausforderungen des Alltags zu beschäftigen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die individuell auf die Mentee abgestimmt sind.“

Anke Nitsche, langjährige Mentorin, Abteilungsleiterin bei den Kommunalen Servicebetrieben (KSR) Recklinghausen

     
Nicole Moenikes
Bürgermeisterin Stadt Waltrop   Das Mentoringprogramm ist nun für mich auch schon wieder 3 Jahre her.Es war für mich eine besondere Erfahrung und habe es als ein Instrument zur Verbesserung der Chancengleichheit verstanden. Die Mentoring-Zeit empfand ich als Motivationssteigerung. Es war eine „winwin“ - Situation – in beruflicher und persönlicher Hinsicht für beide Seiten. Dadurch konnte ich selbst noch einmal meine eigene Führungsrolle im Kontakt mit dem Mentee reflektieren und Einblicke in andere Arbeitsbereiche und Abläufe in anderen Verwaltungen erhalten. Durch den Austausch von Gedanken und Erfahrungen habe ich mein Wissen ein Stück weitergeben und hilfreiche Impulse geben können.

Ich finde, dass es hier um vielmehr als nur bloße Wissensvermittlung geht, sondern eher um für sich zu prüfen, ob man eine Führungsposition übernehmen kann und will. Die öffentliche Verwaltung braucht für die Zukunft mehr Frauen, die Führungsverantwortung
übernehmen wollen.

Nicole Moenikes
Bürgermeisterin Stadt Waltrop

     
Margret Tewes, stellvertretende Leiterin des ZFBT und Mentoringexpertin   „Seit 20 Jahren organisiert das ZFBT Mentoring-Programme zur Karriereförderung von Frauen in Unternehmen und in öffentlichen Verwaltungen. Bereits 119 Mentees haben das Programm für Kommunalverwaltungen „Mit Frauen an die Spitze“ in den vergangenen Jahren durchlaufen. Die allermeisten von ihnen haben davon beruflich und persönlich sehr profitiert.

Das Prinzip des Mentorings ist ganz einfach: Eine erfahrene Führungspersönlichkeit berät eine Nachwuchskraft in beruflichen Fragen und nutzt dafür den eigenen Erfahrungsschatz. Damit das gelingt, müssen drei Voraussetzungen stimmen:

  1. Die teilnehmenden Mentees müssen eine hohe Eigenmotivation mitbringen, ihre Ziele formulieren können und bereit sein, mit Unterstützung und Beratung die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen stärker zu erkennen.
  2. Die MentorInnen sollten Interesse an der Förderung von Nachwuchskräften haben, deren individuelle berufliche Situation bewerten können und vertrauensvoll bei der weiteren Entwicklung unterstützen.
  3. Der dritte Erfolgsfaktor des Mentorings ist das Matching, bei dem gut zueinander passende TandempartnerInnen zusammen gebracht werden.

Der Beirat des Mentoring-Programms nimmt die Auswahl und das Matching mit großer Sorgfalt vor, damit die Teilnehmenden  reibungslos in den Mentoring-Prozess starten können.“

Margret Tewes, stellvertretende Leiterin des ZFBT und Mentoringexpertin

Erfolgsstories

Nach dem erfolgreichen Abschluss von drei Jahrgängen im Mentoring-Programm „Mit Frauen an die Spitze!“ für weibliche Beschäftigte der Kommunen in der Emscher-Lippe-Region wurde 2009 eine Befragung aller ehemaligen Teilnehmerinnen durchgeführt. Die Auswertung zusammen mit Interviews und Portraits von Mentorinnen und Mentees erschien im Januar 2010 als Broschüre, die Sie hier downloaden können.

- Erfolgsstories (PDF)
- Dokumentation des ersten Mentoringjahrgangs (PDF)

Mentoring in Kommunalverwaltungen und Landesbehörden

Im Auftrag der Fortbildungsakademie des Innenministeriums Mont-Cenis führt das ZFBT Mentoring-Programme für verschiedene Zielgruppen in Landesbehörden durch: Ein erster Durchgang für Regierungsrätinnen und –räte der Bezirksregierung Arnsberg wurde im Jahr 2012 abgeschlossen.

Außerdem begleitet das ZFBT die internen Mentoring-Programme in nordrhein-westfälischen Polizeipräsidien; die Programme richten sich zum Teil ausschließlich an weibliche Polizeikräfte als Mentees, zum Teil sind sie auch für junge Männer geöffnet.

Seit 2012 begleitet das ZFBT kontinuierlich das Mentoring-Programm der Bezirksregierung Münster für neue MitarbeiterInnen im höheren Dienst.

Inzwischen abgeschlossen ist das von März 2012 bis März 2013 gelaufene Mentoring-Programm für weibliche Führungskräfte des Landes und der Stadtgemeinde Bremen, das vom ZFBT im Auftrag der Bremischen Verwaltung entwickelt und in der Durchführung begleitet wurde.

Ebenfalls abgeschlossen wurde im Mai 2015 das Mentoring-Programm der Stadt Oberhausen, die mit ihrem Programm insbesondere zur Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Weiterentwicklung ihrer jungen Mitarbeiterinnen beitragen will, um diese auf mittlere Sicht als potenziellen Führungsnachwuchs zu erschließen. Das ZFBT hat die Entwicklung dieses Programms beraten und die begleitenden Veranstaltungen durchgeführt.

Junior Mentoring der GEA Group AG

Das ZFBT hat für die GEA Group AG 2011/2013 die Entwicklung und Durchführung des Junior Mentoring-Programms begleitet, mit dem das Unternehmen junge Fachkräfte binden und sie bei der individuellen Entwicklung von Perspektiven im Unternehmen unterstützen will. Das Pilotprojekt wurde im September 2013 abgeschlossen.

 

Ansprechpartnerinnen:
Margret Tewes, tewes@zfbt.de, Telefon: 02305/9215016

Zentrum Frau in Beruf und Technik • Telefon: 02305 92150-10 • Telefax: 02305 92150-49 • Erinstraße 6 • 44575 Castrop-Rauxel • Internet: www.zfbt.de • E-Mail: zfbt@zfbt.de