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Potentiale von Frauen nutzen

Fachforum Wirtschaftsfrauen
27. September 2018 in der Lohnhalle Arenberg Fortsetzung in Bottrop

Chancen gleich nutzen: Persönlichkeit(en) stärken und Unternehmen entwickeln

Die Akteurinnen im Fachforum (v.l.): Kriszti Kiss, Dipl. Schauspielerin & Kommunikationstrainerin Dortmund, Dorothee Vogt, HR Consultant und Business Coach Recklinghausen, und Lydia Reese, Logenplatz Köln
Die Akteurinnen im Fachforum zusammen mit Petra Kersting (2.v.l.), Kompetenzzentrum Frau & Beruf Emscher-Lippe, Castrop-Rauxel (v.l.): Folke Dreier, International Speaker / Management Coach, Ratingen – Oberhausen, Diana Rudolph, Global Business Manager Agrochemicals bei der LANXESS Deutschland GmbH, Köln und Heike Hülsmann, Gesundheitspädagogin, ganzheitliche Gesundheitsprävention, Gelsenkirchen


Veränderungen von Strukturen, Prozessen und Arbeitskulturen sind erforderlich, um weibliche Karrieren zu forcieren. Im Fachforum erörterten rund 100 Teilnehmerinnen in drei parallelen Workshops wirkungsvolle Entlastungs-, Aufstiegs- und Führungsstrategien und stellten ihre Eindrücke anschließend im Plenum vor.

Ausschnitt aus dem Auditorium

 

Heike HülsmannSicher und gesund im Job

Heike Hülsmann aus Gelsenkirchen ist seit mehr als 10 Jahren als Gesundheitspädagogin im Gesundheitsmanagement tätig. Sie leitet Seminare zu Burn Out Prophylaxe, Achtsamkeit und Entspannung. Seit drei Jahren setzt sie ein eigenes Projekt für Vorschulkinder in der Kita um und wurde 2017 mit dem Unternehmerinnenbrief NRW ausgezeichnet.

Der Workshop und Heike Hülsmann haben gezeigt, wie wichtig es ist, auf die eigenen Signale der Belastungen zu hören, aber auch, wo die eigene Verantwortung und die Möglichkeiten liegen, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Ganzheitliche Gesundheitsprävention kann nur bei uns selbst beginnen.

 

Silke Voß-SchulzAngelika Himmert, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Castrop-Rauxel, fasste das so zusammen: „Nach einem entschleunigten Begrüßungsrundgang genossen wir u.a. eine kneippsche Tasse Kaffee und unternahmen letztendlich einen gedanklichen Waldspaziergang. Vielen
Dank Heike Hülsmann für ganz viele weitere Tipps zur eigenen Gesund heitsvorsorge im Berufsleben, einem überaus kurzweiligen Workshop und absolute Entschleunigung vom Arbeitsalltag.“

 

Diana RudolphAufstiegsstrategien für Ihre Beschäftigten

Diana Rudolph aus Langenfeld startete ihre berufliche Laufbahn bei der Bayer AG im Außendienst für Osteuropa. Danach folgten erschiedene Management-Positionen mit globaler Verantwortung bei Bayer, Dralon und Lanxess mit jahrelangem Aufenthalt in Mailand und Paris. Zurzeit ist sie Managerin Digital Mindset & Learning bei Lanxess und Trainerin bei faegipae.

Diana Rudolph erläuterte bildhaft anhand ihrer eigenen Biografie, dass
Entscheidungen neben der Leistungsvermutung ebenso oft durch
strategisch-politische Kalküle fallen, die entschlüsselt werden können
und müssen, um Aufstieg zu organisieren. Dabei helfen sechs
bedeutende Kompetenzen: Selbstbewusstsein und emotionale Stabilität,
Eigeninitiative und karrierebezogenes Selbstmanagement, Wunsch nach Gestaltungsspielraum und Führungsmotivation, Selbstdarstellungskompetenz, mikropolitischer Fertigkeiten sowie Konkurrenz aushalten, Durchsetzung und hohe Misserfolgstoleranz.

Marion Linka-MukbelBibiana Kemner (Mitte), Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung der Hochschule Niederrhein, fasste zusammen: „Der Workshop stellte fundiert dar, dass Führungskompetenzen viel mit mikropolitischem Netzwerken zu tun haben und nur in geringem Umfang mit reiner Fachkompetenz. Besonders deutlich wurde: Frauen sollten ihre estaltungsspielräume – wenn Frau es nicht Macht nennen möchte – einfordern und offensiver nutzen.“

 

Team mit Respekt führen

Folke Dreier (links) war bei E.ON, Kienbaum Management Consultant und in einem 5-Sterne-Hotel tätig, bevor sie 1999 ihre eigene Trainingsakademie gründete. Seitdem ist sie als Vortragsreisende und Trainerin unterwegs und als Gastdozentin lehrt sie an diversen Akademien, Hochschulen und Instituten. 2003 wurde sie vom RKW NordWest als Unternehmerin ausgezeichnet.

Folke Dreier (links) war bei E.ON, Kienbaum Management Consultant und in einem 5-Sterne-Hotel tätig, bevor sie 1999 ihre eigene Trainingsakademie gründete. Seitdem ist sie als Vortragsreisende und Trainerin unterwegs und als Gastdozentin lehrt sie an diversen Akademien, Hochschulen und Instituten. 2003 wurde sie vom RKW NordWest als Unternehmerin ausgezeichnet.

Respektvoll behandelt zu werden, wünschen wir uns alle. Doch wie erzielt man diese Art von Wertschätzung? Folke Dreier erläuterte den Dreischritt von Selbstreflektion hin zu Selbstrespekt weiter zu Fremdrespekt und illustrierte ihn anschaulich durch Beispiele aus ihrer persönlichen Entwicklung. Bei der kurzen wie eindrücklichen Schlussübung zur Bauchatmungsstimme konnte so jede Teilnehmerin ihre Wirkung erproben.

 

Marion MarnoldMarion Marnold, Personalreferentin bei der LKE GmbH, bringt es auf den Punkt: „Sei dir deiner Stärken bewusst, kenne deine Leistungen, respektiere dich selbst und dein Umfeld wird dir den Respekt entgegenbringen, den du
verdienst.“ Allerdings sagt sie auch:“Es ist nicht einfach, gerade dann, wenn man mit sich oder mit dem, was man tut, unzufrieden ist. Nicht aufgeben!
Beginne mit einer Liste deiner Stärken und deiner Leistungen und genieße das Lächeln, wenn du erkennst, was du kannst.
Aber dann …raus damit mit der Bauchatmungsstimme!“

 

Abendlicher Empfang für Wirtschaftsfrauen
27. September 2018 in der Lohnhalle Arenberg Fortsetzung in Bottrop

In ihrer Begrüßung hoben sowohl der Erste Bürgermeister Klaus Strehl wie auch die Leiterin der Gleichstellungsstelle und FAGEL-Sprecherin Heidi Noetzel hervor, dass in den verschiedenen regionalen arbeits- und strukturpolitischen Foren frauenpolitischen Interessen weiterhin kraftvoll vorangetrieben werden müssen. Beide betonten zudem, dass das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Emscher-Lippe eine Reihe notwendiger Instrumente und Bausteine bereithält, damit die regionale Wirtschaft das Potential von Frauen dauerhaft für sich gewinnen kann. Dass der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen Peter Schnepper nun schon zum fünften Mal den Empfang moderierte, belegt erneut eindrucksvoll das stabile Netzwerk in die Wirtschaft wie auch das Grußwort von Dr. Gudrun Bülow, die als frühere Vizepräsidentin der IHK Nord Westfalen besonders an junge Frauen appellierte, die Chancen von Naturwissenschaft und Technik zu ergreifen, und vehement für die Wirtschaft insgesamt wie auch für ihr eigenes Unternehmen, die Dr. Bülow & Masiak GmbH in Marl, den Mangel von Frauen in MINT-Berufen beklagte.

Gegenüber all den diskutierten Themen an diesem Tag setzt Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur der innogy SE in Essen, einen eindrucksvollen Kontrapunkt.
In ihrem Vortrag ließ sie keinen Zweifel daran, dass ihr ungewöhnlicher beruflicher Werdegang ebenso getragen ist von ihrem Willen zum Erfolg wie auch von harter Arbeit.

Hildegard Müller

Hildegard Müller während Ihres Festvortrags: Neue Wirtschaftswelt – Antrieb für Veränderung.


Hildegard Müller begann ihre Karriere in der Finanzwirtschaft: Nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau und BWL-Studium folgten verschiedene Positionen bei der Dresdner Bank. Sie wurde erste weibliche Bundesvorsitzende der Jungen Union, Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin im Bundeskanzleramt. Auch ihr Wechsel in die Energiewirtschaft führte sie in Spitzenämter: Sie war Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und ist seit Mai 2016 Vorstand Netz & Infrastruktur des Energieversorgers innogy.
„Sie sind hier, weil sie es wollen.“ Diese Worte eines Lehrers während einer Ausbildung zu ihren Bankzeiten erwiesen sich für Hildegard Müller als augenöffnend und leitend für ihre folgenden beruflichen Entscheidungen. Sie habe immer den Schritt gemacht, den sie als nächstes machen wollte. So war der Schritt, nach ihrer Elternzeit aus dem Bundeskanzleramt als Lobbyistin in die Energiewirtschaft zu wechseln, unter anderem auch motiviert durch den Willen, anders zu arbeiten, während ihre Tochter noch klein war. Bedenken einiger der neuen Kollegen, bei einer Enddreißigerin könnte vielleicht doch noch einmal Nachwuchs anstehen, parierte sie mit dem Hinweis darauf, dass sie erwarten würde, dass man mit ihr genauso umgehen würde, wie mit einem Kollegen, der Vater werden würde, nämlich dass man sich einfach über die Geburt des neuen Erdenbürgers freuen würde.
Auch mit dem Begriff der Quotenfrau hadert sie nicht. Regionale Quoten in den Parteien z.B. seien ja durchaus üblich und werden nicht kritisch gesehen, warum also sollte man Frauenquoten per se ablehnen? Eine Frauenquote könnte nicht mehr leisten, als die Tür für einzelne Frauen zu öffnen, beweisen müsste jede sich selbst in der Aufgabe, die zu erfüllen ist. Zudem sei Diversity auch in der Wirtschaft ein wichtiges Thema. Ein Unternehmen wie die innogy SE habe sich deshalb ehrgeizige Ziele für die Beteiligung von Frauen gesetzt.
Ihre aktuelle Aufgabe bei innogy gibt ihr die Möglichkeit, Zeiten radikalen Wandels mitzugestalten. Die Stromnetze der Zukunft sind keine Einbahnstraßen mehr: Konsumenten werden vermehrt zu sogenannten „Prosumern“; sie sind zugleich Abnehmer und Erzeuger von Strom. Dies verändert den Energiemarkt radikal.
Eins dürfte sicher sein: Falls Hildegard Müller in Zukunft neue Herausforderungen annimmt, dann, weil „sie es will“.

 

Kriszti KissVon Frau zu Frau und umgekehrt

Kriszti Kiss überzeugte mit Ausschnitten aus ihren eigenen Programmen, die sie auf die Höhen und Tiefen im Leben einer Frau in den „besten“ Jahren konzentrierte.

Als Trainerin für die Optimierung der Stimme und der Körpersprache wie auch Schauspielerin, Kabarettistin und Chanson-Interpretin griff sie dabei kabarettistisch mit Songs und Worten eine Reihe von Themen auf, bei denen Durchsetzungsbereitschaft und -stärke von Frauen eine wichtige Rolle spielen.

 

Einladung und Programm (PDF)

 

Fotos: Angelika Thiele, Herne


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