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Potentiale von Frauen nutzen

Fachforum Wirtschaftsfrauen & Empfang
28. September 2017 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen

Fachforum

Erfolgsstrategien bei der Entwicklung von Beschäftigten und Unternehmen

Die Akteurinnen im Fachforum (v.l.): Kriszti Kiss, Dipl. Schauspielerin & Kommunikationstrainerin Dortmund, Dorothee Vogt, HR Consultant und Business Coach Recklinghausen, und Lydia Reese, Logenplatz Köln
Die Akteurinnen im Fachforum (v.l.): Kriszti Kiss, Dipl. Schauspielerin & Kommunikationstrainerin Dortmund, Dorothee Vogt, HR Consultant und Business Coach Recklinghausen, und Lydia Reese, Logenplatz Köln

 

Veränderungen von Strukturen, Prozessen und Arbeitskulturen sind erforderlich, um weibliche Karrieren zu forcieren. Im Fachforum Chancen gleich nutzen: Persönlickkeit(en) stärken und Unternehmen entwickeln erörterten mehr als 100 Teilnehmerinnen in drei parallelen Workshops wirkungsvolle Resilienz-, Kommunikations- und Motivationsstategien und stellten ihre Eindrücke danach im Plenum vor.

Ausschnitt aus dem Auditorium
Ausschnitt aus dem Auditorium

 

Kriszti KissGeh nicht unter, steh darüber!
Resilienzstrategien für Ihre Beschäftigten

Kriszti Kiss aus Dortmund ist Diplom-Schauspielerin und Trainerin für Stimme und Körpersprache, Schauspiel, Kabarett, Chanson. Neben Schauspiel-Engagements und eigenen Programmen arbeitet sie seit Jahren an diversen Hochschulen wie auch für die Wirtschaft.

Auf der Grundlage der Analyse von Situationen mit Kränkungen und Misserfolgen erarbeitete Kriszti Kiss mit den Teilnehmerinnen Strategien, wie sich auch solche Ereignisse positiv verwerten lassen, um sie großzügig und humorvoll zu nutzen und auch anderen diesen Blick zu eröffnen.

 

Silke Voß-SchulzSilke Voß-Schulz, Marktbereichsdirektorin der Sparkasse Vest, fass te dies im Plenum zusammen:
„Es ist erstaunlich, wie viel Positives man immer wieder erkennt, wenn man auf das, was einem passiert ist, mit der Brille schaut, was letztendlich draus geworden ist?

 

Dorothee VogtWertschätzend und einbeziehend! Kommunikationsstrategien für ein besseres Verständnis von Frauen und Männern auf allen Ebenen einer Organisation

Dorothee Vogt aus Recklinghausen war mehr als 30 Jahre in der Energiebranche in verschiedenen Positionen mit den Schwerpunkten Kommunikation und Personal tätig. Bis 2017 arbeitete sie als Diversity & Inclusion (D&I) Managerin im Energiekonzern BP. Sie unterstützt heute als HR Consultant und Business Coach die Entwicklung von Unternehmen und Einzelpersonen und zudem insbesondere weibliche Karrieren als Mentorin im XMRR.

Haben Sie auch schon einmal den Eindruck gehabt, nicht verstanden zu werden? Es könnte daran liegen, dass Ihr Gegenüber einen ganz anderen, vermutlich einen eher männlicher oder eher weiblicher geprägten Kommunikationsstil hat als Sie. Handlungsoptionen zur besseren Verständigung reichen von einer Neubewertung der Absichten Ihres Gegenübers über eine Veränderung des eigenen Stils bis hin zu „darüber reden“.

Marion Linka-MukbelMarion Linka-Mukbel, HR Business Partnerin bei der BP Europa SE, bedauerte, dass der sehr spannender und kurzweiliger Workshop aufgrund der Kürze der Zeit einige Themen nur anreißen konnte.
„Die Vielfalt der Aspekte bietet Potential für einen Tagesworkshop“.

 

 

Lydia ReeseStärken stärken! Motivationsstrategien – tailormade

Lydia Reese aus Köln gestaltet seit fast 30 Jahren mehrgleisig Beziehungen für persönlichen wie unternehmerischen Erfolg mit Seminaren und Beratung als Business Coach und Trainerin in Ihrem Unternehmen Logenplatz, aber auch seit nahezu 20 Jahren als geschäftsführende Gesellschafterin eines mittelständischen Unternehmens im Finanzwesen.

Was macht Menschen aus? Welche Fähigkeiten und Stärken haben sie? Wie setze ich sie richtig ein? Individuelle Persönlichkeitsprofile erfordern ebenso individualisierten Umgang und abgestimmte Verhaltensweisen im beruflichen Alltag. Lydia Reese erarbeitete mit den Teilnehmerinnen das DISG-Modell, vier idealtypische Verhaltensstile: Dominant, Initiativ, Stetig und Gewissenhaft, ohne sie zu werten.

 

Christina KleinheinsChristina Kleinheins, Planungsamtsleiterin der Stadt Bottrop, hob hervor, wie sehr das Wissen über die unterschiedlichen Persönlichkeitstypen hilft, die Beweggründe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besser zu verstehen. Sie dadurch gezielt zu bestärken entlastet in der Personalführung besonders, wenn frau auch ihre eigenen Stärken und Schwächen kennt.

 

Abendlicher Empfang für Wirtschaftsfrauen
28. September 2017 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen

 

In ihrer Begrüßung hoben sowohl die Bürgermeisterin Martina Rudowitz wie auch die Leiterin der Stabstelle Koordination der Förderschaft der Stadt Gelsenkirchen Eva Carlitscheck, die zugleich arbeitsmarktpolitische Sprecherin der FAGEL ist, hervor, dass Netzwerke die zentrale Grundlage sind, um in den verschiedenen regionalen arbeits- und strukturpolitischen Foren frauenpolitischen Interessen gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Emscher-Lippe kraftvoll zu vertreten. Dass der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen Peter Schnepper nun schon zum vierten Mal den Empfang moderierte, belegt eindrucksvoll, dass das Netzwerk breitere und stabile Kreise gezogen hat.
Aber auch die Anerkennung der Leistungen von Frauen im Ehrenamt ist entwicklungsfähig und ihr Engagement sollte z.B. mit Mentoring unterstützt werden, wie Bürgermeisterin Rudowitz ausführte.

Gruppenfoto

Gemeinsam trugen sie zum Gelingen des Abends bei: v.r. Peter Schnepper, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, Martina Rudowitz, Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, Heike Kracht, Inhaberin von Kr8 sinnvoll erfolgreich, Eva Carlitscheck, Leiterin der Stabstelle Koordination der Förderschaft der Stadt Gelsenkirchen und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der FAGEL sowie Petra Kersting, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Emscher-Lippe

 

„Kletterpartie“. Wie frau ins Top-Management gelangt – und was sie dort erwartet.
In ihrem Vortrag nahm Heike Kracht, Ex-Top-Managerin, heute Business und Management Coach, ihr Publikum zum Einstieg mit auf eine Überquerung der Alpen: Zu Fuß, in einer kleinen Gruppe, ging es 2014 – nach Heike Krachts Ausstieg bei einem führenden deutschen Personaldienstleister – über Gipfel und durch abgeschiedene Täler vom oberbayrischen Oberstdorf bis nach Meran. Eine Wegstrecke, ebenso reich an physischen Strapazen wie an unvergesslichen Anekdoten.

Heike Kracht

Die Herausforderungen, Erfolge und Belohnungen dieser „Kletterpartie“ nutzte Heike Kracht als Folie für die Stationen ihrer beruflichen Gratwanderung – die sie als junge Frau aus der Finanzwirtschaft sozusagen „im Durchmarsch“ direkt ins Top-Management eben jenes Personaldienstleisters führte.

Damals wie heute habe frau es „ganz oben“ zumeist mit männlichen Kollegen zu tun. Und mit Schubladendenken, Vorurteilen und Klischees, auch damit sei es noch lange nicht vorbei. Für ihre Zuhörerinnen und Zuhörer zauberte die Businessfrau Erlebnisse aus ihrem beruflichen Alltag in der Chefetage sozusagen aus dem „Erinnerungskästchen“, und sie ließ ihr Publikum an der Erkenntnis teilhaben: An Frauen in Führungspositionen werden häufig andere Bewertungskriterien angelegt als an Männer in vergleichbarer Position. Leider sei es oftmals nicht die Fachkompetenz, die die Meinungen präge.

Daher brauche es ganz besonderer persönlicher Voraussetzungen auf Seiten der Top-Managerin, um sich im Kollegenkreis zu behaupten. Auch mal über die ein oder andere Bemerkung hinwegzusehen, so Heike Kracht. Wichtig war ihr in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass neben Fach- und Sozialkompetenz, emotionaler Stärke und einem stützenden familiären Umfeld auch die körperliche Konstitution eine wichtige Rolle spiele. Denn 14-Stunden-Arbeitstage, Hotel-Hopping und das Ansammeln von Flugmeilen seien genauso unvermeidbar wie kräftezehrend.

Klar sei weiterhin, mit der Führungsposition gehe Verzicht einher: auf freundschaftliche Verbindungen zum Beispiel, Freizeit, manchmal auf eine feste Partnerschaft – und bei weiblichen Füh-rungskräften in vielen Fällen auf eigenen Nachwuchs. Dem stünden zweifelsohne eine hohe gesellschaftliche Anerkennung, komfortable finanzielle Verhältnisse und die Verwirklichung persönlicher Ziele gegenüber.
Dass gerade das Weiter-Wollen und das Sich-nicht-zufrieden-Geben eine Führungspersönlichkeit auszeichnen, auch das war ihr wichtig: Was tun, wenn frau an der Spitze neue Herausforderungen sucht? Heike Kracht orientierte sich nach Jahrzehnten im Top-Management komplett neu und gründete ihr eigenes Unternehmen „kr8. sinnvoll erfolgreich“. Heute berät sie Unternehmen und Führungskräfte – überwiegend Männer – in Veränderungsprozessen.

 

Maegie Koreen, die gebürtige Gelsenkirchenerin hat sich einer anderen prominenten Gelsenkirchenerin geradezu verschrieben, nämlich Claire Waldoff, die vor 60 Jahren im Alter von gut 62 Jahren verstorben ist. Die Themen der von Maegie Koreen dargebotenen Lieder aus den 20er Jahren muten so aktuell an, dass anstelle des wohlwollenden Bildes der Langwierigkeit der Gleichstellung als bildhauerische Arbeit das vom Sisyphos aufscheint oder aber die Frage, wo denn die Linie gezeichnet werden muss, an der der Stein des Bildhauers brechen soll.

Maegie Koreen

 

Einladung und Programm (PDF)

 

 

Fotos: Angelika Thiele, Herne

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